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Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hat verschiedene wissenschaftliche und klinische Schwerpunkte, die durch die Verzahnung mit dem Bereich für molekulare Gynäkologie (Leiter: Prof. K. Strebhardt) eine enge Anbindung an die Grund- lagenforschung erfahren. Neben der operativen Gynäkologie und Onkologie haben sich eigene Schwerpunkte wie pränatale Medizin und Geburtshilfe, sowie gynäkologische Endokrinologie/Reproduktionsmedizin gebildet. Durch die Existenz einer eigenen Studienzentrale werden onkologische Patienten zu einem Anteil von ca. 40 % im Rahmen klinischer Studien behandelt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die professionelle Struktur der Studienzentrale mit der Beschäftigung von „study nurses“ und Prüfärzten. Dadurch ist nicht nur die Teilnahme an multizentrischen Phase III-Studien möglich, sondern es sind auch eigene Phase I/II-Studien möglich. Dabei ist die enge Verzahnung mit anderen Studiengruppen, wie z.B. der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) für die erfolgreiche Umsetzung multizentrischer Studienkonzepte eine wesentliche Voraussetzung.
Einen elementaren wissenschaftlichen Schwerpunkt stellt die Forschung auf dem Gebiet des Mammakarzinoms und der Zellzyklusregulation dar. Hierbei werden die Pathogenese, der Nachweis biologischer Marker sowie neue therapeutische Ansätze durch die Entwicklung von „biologicals“ ganz wesentlich durch die enge Verzahnung von Molekularbiologie und Klinik vorangetrieben. Dabei kommen schwerpunktmäßig Techniken wie DNA-chip-Analyse, selektive Genblockade mittels Antisense-Oligonukleotiden oder RNA-Interferenz sowie Methylierungsanalysen im Promotorbereich verschiedener Gene zum Einsatz.
Des weiteren werden unterschiedliche biochemische und molekularbiologische Analysen an verschiedenen Krebszelllinien, primären Zellen oder an Tumoren aus humanen Xenograft-Tierexperimenten durchgeführt. Bei diesen Zelllinien handelt es sich vor allem um Mammakarzinom- oder Zervixkarzinomzelllinien, aber es kommen wegen der Allgemeingültigkeit beispielsweise auch Bronchial- oder Colonkarzinomzellen zum Einsatz. Unser primäres Ziel ist es, durch die Hemmung verschiedener Gene (PLK1 [polo-like kinase 1], Cyclin B1, Her2/neu u.v.m.) eine spezifische Hemmung der Krebszellproliferation und damit des Tumorwachstums zu erzielen.
Es werden die mRNA- und Protein-Expression der untersuchten Gene mittels Northern- und Western-Blot-Analyse untersucht. Parallel wird die Kinaseaktivität der analysierten Kinasen nach unterschiedlichen Behandlungen im Kinaseassay ermittelt. Der Einfluss bestimmter Behandlungen auf die Proliferation der Krebszellen und der primären Zellen wird mit verschiedenen Proliferationsassays bestimmt, in denen die jeweilige Zellzahl ermittelt werden kann. Außerdem wird die Zellzyklusverteilung im FACScan-Gerät analysiert. Darüber hinaus wird die Proteinexpression mittels indirekter Immun- fluoreszenz sowie durch immunhistochemische Färbungen untersucht. Zur Expression bestimmter Proteine in Zellkultur werden Klonierungen durchgeführt und die Plasmide in Zellkultur eingesetzt. Deren Expression kann beispielsweise durch Luciferase-Expressions-Assays ermittelt werden.
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