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Das medizinische Leistungsangebot umfasst das gesamte operative und konservative Versorgungsspektrum des Fachgebietes der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der plastisch-rekonstruktiven Gesichtschirurgie. Die Klinik verfügt über zwei Operationssäle und einen ambulanten Eingriffsraum einschl. Laserchirurgie. Neben erwachsenen Patienten (23 Planbetten) sind Kinder in der Kinderklinik stationär untergebracht. Traumatologische Patienten werden interdisziplinär mit der Klinik für Unfallchirurgie versorgt. Zur Zeit arbeiten in der Klinik der Chefarzt, 3 Oberärzte, 7 doppelapprobierte Ärzte und 3 Zahnärzte in chirurgischer Weiterbildung.
Spezialsprechstunden für LKG-Spalten, kraniofaziale Fehlbildungen, Kieferfehlstellungen, Tumorerkrankungen von Mundhöhle und Gesicht, Gesichtsschädelfrakturen, Kiefergelenkerkrankungen und dentale Implantologie. Interdisziplinäre Sprechstunden gemeinsam mit der Poliklinik für Kieferorthopädie (Kieferfehlstellungen), der Poliklinik für Prothetik (kaufunktionelle Rehabilitation), der Dermatologie (Mundschleimhaut- erkrankungen) und der Neurochirurgie (Schädelbasis-/Kraniofaziale Chirurgie). 24-stündiger mund-kiefer-gesichtschirurgischer Notfalldienst.
Schwerpunkte in der Patientenversorgung
(1) LKG-Spaltzentrum: Am Universitätsklinikum wurde das größte europäische Behandlungszentrum für Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten aufgebaut. Diese werden interdisziplinär nach einem individuellen Konzept unter Berücksichtigung bio-psycho-sozialer Faktoren behandelt. Als erstem deutschem Zentrum werden vollständige Spaltbildungen in einer einzigen Operation verschlossen.
(2) Therapien von Fehlbildungen des Gesichtsschädels (Kraniofaziale Operationen): Diese Operationen werden in enger Kooperation mit der Neurochirurgischen Klinik wegen ihrer Komplexität dreidimensional geplant und durchgeführt. Dies ermöglicht die präzise Durchführung von skelettalen Umformungen, der Einpassung von Transplantaten oder Implantaten. Durch Einsatz der 3D-Technologien werden die funktionellen und ästhetischen Ergebnisse verbessert und die Operationszeiten verkürzt.
(3) Operationen von Kieferfehlstellungen (Dysgnathien): Gravierende Form- und Lageanomalien der Kiefer, die durch alleinige kieferorthopädische Maßnahmen nicht behandelt werden können, werden computergestützt geplant. Bei der Operation werden sonographisch die Kiefergelenke exakt positioniert, zur Fixation kommen modernste resorbierbare Osteosynthesematerialien zum Einsatz.
(4) Tumorchirurgie: Behandlung von Tumoren des Gesichtsschädels und der Mundhöhle einschl. der vollständigen funktionellen und ästhetischen Rehabilitation nach einem gemeinsamen multimodalen Konzept mit den Instituten für Neuroradiologie, Strahlentherapie, Diagnostischen Radiologie und Nuklearmedizin. Besondere Bedeutung liegt in einem individuell auf die Lebensqualität des Patienten abgestimmten Therapiekonzeptes, das die Sprech- und Schluckfunktion mitberücksichtigt.
(5) Traumatologie: Bei der Versorgung von Verletzungen des Gesichtsschädels dominieren moderne Verfahren der Osteosynthese unter Einsatz neuester Materialien. Für spezielle Indikationen stehen inzwischen minimal-invasive Techniken zur Versorgung von Unterkieferfrakturen zur Verfügung.
(6) Regionale plastisch-rekonstruktive und ästhetisch-orientierte Chirurgie: Für die wiederherstellende Chirurgie bei großen tumor- oder unfallbedingten Defekten der Knochen oder der Gesichtsweichteile werden moderne mikrochirurgische Techniken zur ästhetischen und funktionellen Rehabilitation eingesetzt. Maßgeschneiderte individuelle Transplantate und Implantate werden mit 3D-Verfahren unter Verwendung neuer Materialien und Technologien hergestellt.
(7) Zahnärztliche Chirurgie und Enossale Implantologie: Weitere Schwerpunkte sind moderne Techniken der dentoalveolären Chirurgie und die intra- und extraorale Laserchirurgie. Besonders der Einsatz neuer Implantatformen und Oberflächen- beschichtungen erlaubt einen Einsatz der Implantologie selbst bei schwierigsten knöchernen Verhältnissen (Altersatrophie).
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