Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie -
Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. Robert Sader

 

 


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Das medizinische Leistungsangebot umfasst das gesamte operative und konservative Versorgungsspektrum des Fachgebietes der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der plastisch-rekonstruktiven Gesichtschirurgie. Die Klinik verfügt über zwei Operationssäle und einen ambulanten Eingriffsraum einschl. Laserchirurgie. Neben erwachsenen Patienten (23 Planbetten) sind Kinder in der Kinderklinik stationär untergebracht. Traumatologische Patienten werden interdisziplinär mit der Klinik für Unfallchirurgie versorgt. Zur Zeit arbeiten in der Klinik der Chefarzt, 3 Oberärzte, 7 doppelapprobierte Ärzte und 3 Zahnärzte in chirurgischer Weiterbildung.

Spezialsprechstunden für LKG-Spalten, kraniofaziale Fehlbildungen, Kieferfehlstellungen, Tumorerkrankungen von Mundhöhle und Gesicht, Gesichtsschädelfrakturen, Kiefergelenkerkrankungen und dentale Implantologie. Interdisziplinäre Sprechstunden gemeinsam mit der Poliklinik für Kieferorthopädie (Kieferfehlstellungen), der Poliklinik für Prothetik (kaufunktionelle Rehabilitation), der Dermatologie (Mundschleimhauterkrankungen) und der Neurochirurgie (Schädelbasis-/Kraniofaziale Chirurgie).

24-stündiger mund-kiefer-gesichtschirurgischer Notfalldienst.

 

 

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Schwerpunkte in der Patientenversorgung

  • LKG-Spaltzentrum
    Am Universitätsklinikum wurde das grösste europäische Behandlungszentrum für Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten aufgebaut. Diese werden interdisziplinär nach einem individuellen Konzept unter Berücksichtigung bio-psycho-sozialer Faktoren behandelt. Als erstem deutschem Zentrum werden vollständige Spaltbildungen in einer einzigen Operation verschlossen.


  • Therapien von Fehlbildungen des Gesichtsschädels (Kraniofaziale Operationen)
    Diese Operationen werden in enger Kooperation mit der Neurochirurgischen Klinik wegen ihrer Komplexität dreidimensional geplant und durchgeführt. Dies ermöglicht die präzise Durchführung von skelettalen Umformungen, der Einpassung von Transplantaten oder Implantaten. Durch Einsatz der 3D-Technologien werden die funktionellen und ästhetischen Ergebnisse verbessert und die Operationszeiten verkürzt.


  • Operationen von Kieferfehlstellungen (Dysgnathien)
    Gravierende Form- und Lageanomalien der Kiefer, die durch alleinige kieferorthopädische Maßnahmen nicht behandelt werden können, werden computergestützt geplant. Bei der Operation werden sonographisch die Kiefergelenke exakt positioniert, zur Fixation kommen modernste resorbierbare Osteosynthesematerialien zum Einsatz.

  • Tumorchirurgie
    Behandlung von Tumoren des Gesichtsschädels und der Mundhöhle einschl. der vollständigen funktionellen und ästhetischen Rehabilitation nach einem gemeinsamen multimodalen Konzept mit den Instituten für Neuroradiologie, Strahlentherapie, Diagnostischen Radiologie und Nuklearmedizin. Besondere Bedeutung liegt in einem individuell auf die Lebensqualität des Patienten abgestimmten Therapiekonzeptes, das die Sprech- und Schluckfunktion mitberücksichtigt.


  • Traumatologie
    Bei der Versorgung von Verletzungen des Gesichtsschädels dominieren moderne Verfahren der Osteosynthese unter Einsatz neuester Materialien. Für spezielle Indikationen stehen inzwischen minimal-invasive Techniken zur Versorung von Unterkieferfrakturen zur Verfügung.


  • Regionale plastisch-rekonstruktive und ästhetisch-orientierte Chirurgie
    Für die wiederherstellende Chirurgie bei großen tumor- oder unfallbedingten Defekten der Knochen oder der Gesichtsweichteile werden moderne mikrochirurgische Techniken zur ästhetischen und funktionellen Rehabilitation eingesetzt. Maßgeschneiderte individuelle Transplantate und Implantate werden mit 3D-Verfahren unter Verwendung neuer Materialien und Technologien hergestellt.

  • Zahnärztliche Chirurgie und Enossale Implantologie
    Weitere Schwerpunkte sind moderne Techniken der dentoalveolären Chirurgie und die intra- und extraorale Laserchirurgie. Besonders der Einsatz neuer Implantatformen und Oberflächenbeschichtungen erlaubt einen Einsatz der Implantologie selbst bei schwierigsten knöchernen Verhältnissen (Altersatrophie).

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Forschung

Neben dem Ausbau der Krankenversorgung und der Lehre wurde als dritter wesentlicher Bestandteil einer Universitätsklinik damit begonnen, eine effiziente Forschungsinfrastruktur aufzubauen. Das bisherige Forschungsspektrum basierend auf der Tumorzellbiologie, der Angioneogenese, der Fehlbildungschirurgie und dem Einsatz neuartiger resorbierbarer Materialien wurde deutlich erweitert und in den Rahmen weiterer fakultärer Schwerpunkte (Immunologie) und auch gesamtuniversitärer Schwerpunkte (e-Learning) gestellt. Weiterer wichtiger Aspekt war eine zunehmende Vernetzung auch mit der nahegelegenen TU Darmstadt und der Universitätsklinik Mainz für den Bereich der angewandten Materialwissenschaften und mit der Europafachhochschule Fresenius in Idstein im Bereich der kognitiven Sprechwissenschaften. Erste neueingeworbene und vom neuen Lehrstuhlinhaber mitgebrachte Drittmittel haben bereits im Berichtsjahr zu einem Stellenzuwachs um 1,5 Personalstellen geführt.

 

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Die Forschungsschwerpunkte sind:

  • Chirurgie der Lippen-Kiefer-Gaumenspalten/ neuartige OP-Konzepte und Techniken unter Berücksichtigung sprechfunktioneller und bio-psycho-sozialer Parameter
  • Onkologie/ Molekularbiologische Parameter bei der multimodalen Tumortherapie, rehabilitationsorientierte Behandlungskonzepte
  • Stammzellbasierte Angioneogenese/ Intraorale Wundheilung, Einfluss von Mundspeichelfaktoren
  • Lasergestützte Verfahren/ Laserbearbeitung von menschlichem Hartgewebe (Knochen, Knorpel, Zähne), photodynamische Periimplantitistherapie, holographische 3D-Bildgebung
  • Angewandte Materialwissenschaften/Herstellung bioaktiver Oberflächen, Entwicklung neuer “intelligenter” und resorbierbarer Materialien, Einsatz neuartiger Hybridimplantate
  • Tissue Engineering von Knochen/ Angioneogenese, Interaktionen an Grenzflächen „Biologisches Gewebe – Man-made-material“, Rapid Prototyping von Scaffolds
  • Kopf-Halssonographie/ 3D-Diagnostik, intraoperativer Ultraschall, Akustische Rastermikroskopie
  • Computer assistierte Chirurgie/ Mathematische Modellierung und Simulation, 3D-Visualisierung, Virtual und Augmented Reality zur intraoperativen Navigation
  • Scientific Networking/ Entwicklung und Einsatz neuer Technologien für Telemedizin und e-Learning-Anwendungen

 

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