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Sonderforschungsbereich 579:
RNA-Liganden-Wechselwirkungen

Sprecher:
Professor Dr. Joachim W. Engels
Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie der Universität Frankfurt

Der seit 2001 geförderte Sonderforschungsbereich 579 an der Frankfurter Universität untersucht die molekulare Erkennung von RNA durch natürliche und synthetische Liganden. An dem SFB beteiligen sich Wissenschaftler des Fachbereichs Chemische und Pharmazeutische Wissenschaften sowie der Fachbereiche Biologie und Medizin der Frankfurter Universität (darunter die ZAFES-Mitglieder: Prof. Dr. Joachim Engels, Prof. Dr. Michael Göbel, Prof. Dr. Michael Karas), des Georg-Speyer-Hauses und des Instituts für Organische Chemie der Universität Mainz.

Ziel der beteiligten 13 Forschungsgruppen ist zu verstehen, wie natürliche und synthetische Liganden Ribonukleinsäure (RNA) erkennen. RNA, nach Proteinen die zweithäufigste Komponente lebender Materie, regelt eine Vielzahl zellulärer Funktionen, von der Proteinsynthese bis zur Differenzierung. Wichtige Klassen von RNA-Liganden sind Proteine, Nucleinsäuren, niedermolekulare Naturstoffe, synthetische Moleküle und Ionen.

Die biologischen Arbeitsgruppen befassen sich mit der Funktion von RNA in zellulären Systemen, insbesondere mit der Charakterisierung relevanter RNA-Protein-Wechselwirkungen in Zellen. Im Mittelpunkt der chemischen Fragestellungen steht die Suche nach potentiellen Wirkstoffen, die definierte biologische Funktionen modulieren können, sowie die Beschreibung von Struktur und Dynamik der RNA-Ligand-Komplexe. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung von Strategien, die es erlauben, maßgeschneiderte Ligandmoleküle für wichtige RNA-Strukturen zu finden, um beispielsweise die Vermehrung von Viren und Bakterien gezielt hemmen zu können.


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