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Das Institut wurde 1914 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch, in Fortführung der durch Oskar Vogt 1898 gegründeten Neurologischen Zentralstation, gegründet und 1948 von der Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Sein Forschungsgebiet umfasst das gesamte Nervensystem. Durch anatomische, biochemische und physiologische Untersuchungen am Zentralnervensystem der Säugetiere sollen grundlegende Erkenntnisse gewonnen werden, die auch für das menschliche Gehirn Geltung haben.
Die Abteilungen des Instituts sind gewissermaßen in einer aufsteigenden Komplexität zu sehen: (1) Die neurochemische Abteilung befasst sich mit grundlegenden Fragen der neuronalen Verschaltung und untersucht die molekularen Mechanismen an einzelnen Schaltstellen (Synapsen). (2) Die neuroanatomische Abteilung versucht ein einfaches System von Nervenzellen, nämlich die Netzhaut des Auges, sowohl in der Struktur, als auch in der Funktion und vor allem auch in seiner Organisation zu verstehen. (3) Die neurophysiologische Abteilung schließlich befasst sich mit Fragen, wie sich ein hoch organisiertes Netzwerk wie die Großhirnrinde entwickelt, wie durch Plastizität in diesem Gebilde Lernvorgänge möglich sind und wie bewusste visuelle Wahrnehmung auf hirnphysiologische Prozesse zurückgeführt werden kann.
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