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Akute-Hochrisiko-Leukämie
Über ZAFES werden neben
weit verbreiteten Erkrankungen
auch solche Krankheiten untersucht,
die nur wenige Patienten betreffen.
Eine dieser so genannten „orphan
indications“ ist die Akute-Hochrisiko-Leukämie
bei Kleinkindern, deren Ursache
eine so genannte chromosomale
Translokationen des MLL-Gens
sind. Der Molekularbiologe und
ZAFES-Vorstand Prof. Dr. Rolf
Marschalek
vom Institut für Pharmazeutische
Biologie und der Direktor der
Klinik für Kinderheilkunde
III, Prof. Dr. Thomas Klingebiel,
widmen sich gemeinsam der Erforschung
dieser lebensbedrohlichen Krankheit,
von der weltweit jährlich
etwa 600 Kinder betroffen sind.
Sie wollen den Krankheitsmechanismus
vollständig aufklären
und die Diagnostik und Therapie
optimieren. Ihr Ziel ist die
Entwicklung neuer Therapeutika,
die in das pathogene Prinzip
dieser Leukämieform eingreifen.
Denn solche rationale Therapieansätze
könnten das Überleben
der betroffenen Patienten nachhaltig
verbessern. Zurzeit werden erste
biologische Testsysteme zur
Vorbereitung eines Pharma-Screenings
etabliert, um pharmakologisch
wirksame Leitsubstanzen aufzuspüren.
Für die Umsetzung eines
solchen Pharma-Screenings sind
Industriekooperationen notwendig,
die über ZAFES angestoßen
und koordiniert werden.
Weitere
Informationen: (Hinweis auf
Artikel in Forschung Frankfurt
1/2004)
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