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Lipid Signaling
Über
ZAFES wird ein Kompetenzzentrum
„Lipid Signaling“
etabliert, in dem die Rolle
von Lipiden und deren Abbauprodukten
im menschlichen Stoffwechsel
untersucht wird. 13 Wissenschaftler
der Fachbereiche Medizin sowie
Chemische und Pharmazeutische
Wissenschaften der Johann Wolfgang
Goethe Universität Frankfurt,
darunter viele ZAFES-Mitglieder
wie Prof. Dr. Rudi Busse, Prof.
Dr. Dr. Gerd Geißlinger,
Prof. Dr. Josef Pfeilschifter,
Prof. Dr. Dr. Jürgen M.
Stein
und Prof. Dr. Dieter Steinhilber,
arbeiten in neun Teilprojekten
an der Aufklärung der molekularen
und zellulären Grundlagen
der Beteiligung von Lipiden
an der Regulation von Entzündungsprozessen.
Dadurch wird nicht nur die in
den beteiligten Arbeitskreisen
vorhandene Expertise optimal
gebündelt. Vor allem ist
eine interdisziplinäre
Betrachtung der komplexen Prozesse
bei Synthese und Signaltransduktion
von Lipidmediatoren in verschiedenen
biologischen Systemen möglich.
Die Forschergruppe nutzt eine
weites Spektrum moderner Methoden
wie Bindungsstudien mittels
BIACORE, NMR-Untersuchungen,
Methoden zur Untersuchung der
Genexpression und der zellulären
Lokalisation, verschiedene bildgebende
Verfahren sowie knock-out Tiere
für die funktionelle Charakterisierung
bestimmter Stoffwechselwege.
Zudem wird ein Analytiklabor
zur Bestimmung von Lipidmediatoren
aus biologischen Proben mittels
LC-MS aufgebaut.
Lipide und ihre Metabolite
sind nicht nur essenzielle Bestandteile
der Zellmenbran, sie sind auch
wichtige Signalmoleküle,
die an der Regulation elementarer
Zellprozesse wie Zellwachstum,
Zelldifferenzierung und Apoptose
beteiligt sind. Störungen
des Lipidstoffwechsels spielen
bei zahlreichen Erkrankungen
wie der Atherosklerose, verschiedenen
rheumatischen und allergischen
Erkrankungen, Krebs und neurodegenerativen
Erkrankungen eine entscheidende
Rolle. Sowohl die Identifizierung
verschiedener Lipidbestandteile
als Mediatoren zellphysiologischer
Prozesse als auch die Erkenntnisse
zur Regulation der beteiligten
Enzyme und Rezeptoren legen
die Basis für das Verständnis
pathophysiologischer Vorgänge.
So werden die Entwicklung neuer
therapeutischer Strategien und
– als Ziel – neue
Arzneimittel möglich.
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